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Umfrage – Fast 40% der Deutschen kennen kaum einen Nachbarn persönlich

Geschrieben von Juliane Leupold

Wir wollten es genau wissen und sind gemeinsam mit dem Marktforschungs-Unternehmen YouGov auf Nachbarschaftsbefragung gegangen. In der repräsentativen Umfragen haben wir gefragt, wie stark wir Deutschen bisher mit unseren Nachbarn vernetzt sind und welche Bedürfnisse vielleicht noch offen sind.

Als erstes großes Resümee kam dabei heraus, dass knapp 40% der Deutschen kaum einen direkten Nachbarn persönlich kennen. Das sind bei über 80 Mio. Einwohner schon eine ganze Menge Menschen. Und vor allem Online-Nachbarschaftsbeziehungen haben laut der Studie am meisten Luft nach oben. 68% aller Deutschen sind mit keinem einzigen Nachbarn über soziale Medien verbunden. Dabei sind wir dank Facebook und Co. bereits über den gesamten Erdball vernetzt. Warum dann nicht auch mit den Menschen in unserem direkten Umfeld?

Mit diesen sehr aufschlussreichen Ergebnissen im Gepäck sind wir noch stärker davon überzeugt, mit Nextdoor am Puls der Zeit zu sein. Wir freuen uns drauf, den deutschen Nachbarschaften mit unseren diversen Funktionen zu demonstrieren, wie viele Vorteile es doch haben kann, in einer verbundenen Nachbarschaft zu leben.

Darüber hinaus befasste sich unsere Umfrage mit den wichtigsten Themen, die Nachbarn in Deutschland beschäftigen. Dabei ergaben sich die folgenden drei Top-Themen:

  • Sicherheit (51%)
  • Hilfe unter Nachbarn (41%)
  • Lärmbelästigung (38%)

Auch die Interaktion zwischen Nachbarn zeigt sich als ausbaufähig. Lediglich 20% aller Deutschen halten ihre Nachbarschaft für besonders aktiv und nur 33% der Deutschen denken, dass ihre Nachbarschaft neuen Einflüssen gegenüber aufgeschlossen ist.

Im Detail zeigt unsere Umfrage außerdem spannende Fakten über unsere Großstädter*. Knapp ein Drittel von ihnen kennt über 90% der Nachbarn überhaupt nicht und ein Viertel wünscht sich sogar, mehr der unmittelbaren Nachbarn kennenzulernen.

Für unseren Country Manager Marcus Riecke sind die Ergebnisse keine Überraschung: „Die Zeiten, in denen wir alle unsere Nachbarn kannten, sind vorbei“. Er glaubt jedoch an die Gemeinschaft unter uns Deutschen und betont: „Die Umfrage zeigt jedoch, dass viele Menschen diesen Gemeinschaftssinn gern zurückbringen möchten. Soziale Medien haben uns geholfen, uns mit Freunden, Familie und Kollegen auf der ganzen Welt zu verbinden, aber nicht mit der Gemeinschaft direkt vor unserer Wohnungstür. Nextdoor kann dazu beitragen, dies zu ändern.”

Wenn ihr euch noch etwas ausführlicher über unsere Umfrage informieren wollt, dann schaut einfach auf unserer Presseseite vorbei.

Und wer auch in seiner Nachbarschaft dabei sein möchte, für den geht es hier entlang:

Jetzt bei Nextdoor anmelden

Viel Spaß in eurer Nachbarschaft!

Juliane

* in Städten mit 500.000 oder mehr Einwohnern

3 Kommentare

  • Eine kurze Schilderung zu „Nachbarschaft“:
    Das Karree Gensinger Straße (betr. die Häuser rings um den grünen Innenhof) gehörte bis 1998 der Wohnungsbaugenossenschaft DPF e.G.- Bezug 1979. Die Häuser wurden wegen des „Altschuldenhilfegesetzes“ an die Wohnungsbaugenossenschaft „Mendelssohn-Viertel“ e.G.verkauft, die 2005 in Insolvenz geriet. Danach hatten wir wechselnde Vermieter, jetzt gehören die Häuser der „Deutsche Wohnen“.
    Zu Zeiten der Genossenschaft kannte man sich selbstverständlich im Haus und kannte auch Mieter in den Nachbaraufgängen, wobei es vielerlei Gelegenheiten gab, sich näher zu kommen. Das Wohngebiet verfügte über Geschäfte, Dienstleistungseinrichtungen, einen Jugendklub, Gaststätten einschließlich Räume für die Schulspeisung, eine Kegelbahn, eine Ladenstraße mit Buchhandlung u.a.! Im Innenhof waren saubere Spielplätze mit von einem Holzbildhauer gestalteten Klettertieren sowie Sandkästen. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Den heutigen Zustand kennen alle. Inzwischen stehen ringsum Wohnbauten ….
    Durch den Vermieterwechsel änderte sich die Zusammensetzung der Bewohner, und man kennt die neuen Mieter kaum, da auch die schöne Sitte, sich zumindest auf der Etage als „Neumieter“ vorzustellen, offensichtlich verloren gegangen ist.
    Leider gibt es auch keinen Hausmeister mehr, der bei Problemen ständig ansprechbar ist.
    Als alleinstehende Person kann ich immer mit der Unterstützung anderer Mitbewohner rechnen, wenn ich sie benötige.
    Übrigens habe ich eine Buchempfehlung: „Lust auf Lichtenberg“ – ISBN 978-3-936033-36-6,
    2. aktualisierte Auflage & Copyright by LichtenbergPartner e.V.

    Viel Erfolg allen Nachbarn!

    • Herzlichen Dank für den ausfühlichen Kommentar, Doris.
      So eine bute und rege Nachbarschaft klingt nach einem tollen Lebensumfeld. Wir hoffen, dass wir mit Nextdoor den Nachbarn ein Instrument an die Hand geben können, um beschrieben Lücken vielleicht wieder zu schließen. LG Juliane

  • In vielen Dingen kann ich Doris nur zustimmen, obwohl ganz sooo schlimm ist es in unserem Haus nicht. Ich wohne hier, seit das Haus erbaut worden ist. (1976) Inzwischen ist hier ein Kommen und Gehen. Nur noch 4 Wohnungen sind von den Erstmietern bewohnt. Die neu Einziehenden bleiben wohl lieber anonym, denn auch hier schafft es niemand sich bei den Nachbarn vorzustellen. Aber wenigstens ist der Vermieter seit Anbeginn der Gleiche geblieben und einen Hausmeister gibt es auch.

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